🕯️ Nationalsozialismus

Erziehung und Schule im NS-Staat

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📖 Lesetext

Nach der Machtergreifung 1933 wurde das gesamte Schulwesen „gleichgeschaltet“: Lehrpläne, Lehrkräfte und Schulbücher wurden auf die NS-Ideologie ausgerichtet.

Ziel der Erziehung war es, dass sich Kinder als Teil der sogenannten „Volksgemeinschaft“ fühlten – einer angeblichen Gemeinschaft aller „arischen“ Deutschen, aus der bestimmte Gruppen, unter anderem jüdische Menschen, systematisch ausgeschlossen wurden.

Fächer wie Biologie und Geschichte wurden für Rassenideologie und Propaganda missbraucht. Sport und „Wehrertüchtigung“ bekamen ein großes Gewicht im Schulalltag.

Fast alle Kinder und Jugendlichen wurden in die Hitlerjugend (HJ) für Jungen bzw. den Bund Deutscher Mädel (BDM) für Mädchen gedrängt. Dort wurden Freizeit, Sport und NS-Ideologie eng miteinander verbunden. Ab 1936 war die Mitgliedschaft praktisch Pflicht.

Mit den „Nürnberger Gesetzen“ von 1935 wurden jüdische Kinder zunehmend aus dem normalen Schulbetrieb ausgeschlossen und schließlich vollständig vom Schulbesuch mit anderen Kindern ausgeschlossen.

Diese systematische Ausgrenzung und Verfolgung war ein Schritt auf dem Weg zum Holocaust (auch Shoa genannt) – der industriellen Ermordung von Millionen Juden und weiterer Verfolgter durch das NS-Regime.

Verständnisfragen

Was bedeutete „Gleichschaltung“ für Schule und Erziehung im Nationalsozialismus?

Wie veränderte sich der Schulalltag jüdischer Kinder nach 1933, und welche Rolle spielten dabei die Nürnberger Gesetze?

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🧩 Zuordnung

Ziehe jeden Begriff auf die passende Beschreibung.

Anpassung von Schule, Lehrplänen und Jugendorganisationen an die NS-Ideologie
NS-Ideal einer angeblichen Gemeinschaft aller „arischen“ Deutschen
NS-Jugendorganisation für Jungen, ab 1936 praktisch Pflicht
NS-Jugendorganisation für Mädchen
1935 erlassene Gesetze, die jüdische Menschen systematisch entrechteten
Die systematische Ermordung von Millionen Juden und weiterer Verfolgter durch das NS-Regime
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🎨 Kreativaufgabe

Schreibe einen fiktiven Brief (ca. 120–150 Wörter) eines jüdischen Kindes, das 1935 wegen der Nürnberger Gesetze die Schule verlassen musste, an seine beste Freundin oder seinen besten Freund. Beschreibe seine Gefühle.

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✅ Überprüfung

1. In welchem Jahr wurden die „Nürnberger Gesetze“ erlassen?

2. Was bezeichnet der Begriff „Gleichschaltung“?

3. Wie hieß die NS-Jugendorganisation für Mädchen?

4. Was bezeichnen die Begriffe Holocaust bzw. Shoa?

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